Ditigales Recruiting - Jeder ist vernetzt! Wie die Recruiting-Welt das nutzt.

Digitales Recruiting – Arbeitnehmersuche in neuer Generation

Digitales Recruiting, oder E-Recruiting, ist in aller Munde. Das Stichwort Digitalisierung ist längst kein Fremdwort mehr, auch nicht im Bereich des Recruitings. Da ist es nicht verwunderlich, dass hier ein neuer Begriff erscheint: das “Digitale Recruiting”. Hiermit sind viele Aspekte in einem Wort zusammengefasst. Es geht sowohl um die Digitalisierung der Personalbeschaffung, als auch die der Jobsuche sowie die Steigerung der Qualität und Quantität der Beschaffung auf dem Arbeitsmarkt. Denn auch im Recruiting steht der Verbesserungsprozess ständig im Fokus.

Wo kommt das E-Recruiting zum Einsatz?

Einige Unternehmen setzen immer noch auf die alte Methode: Stellenausschreibungen in Zeitungen. Doch dies ist laut einer Studie von Stepstone ein weniger wichtiges Medium für Arbeitnehmer auf Jobsuche, denn laut dieser Studie kommen die meisten Jobsuchenden über das Internet zur neuen Arbeitsstelle, also über Bereiche des E-Recruitings.

Die Formen des digitalen Recruitings

Stellenportale & Job-SuchmaschinenWo findet man einen Job?

Stellenportale wie Stepstone, und spezielle Suchmaschinen wie Indeed, oder seit Kurzem auch Google for Jobs, sind meistens die erste Anlaufstelle für Bewerber. Hier finden sie auf einen Blick eine Vielzahl an Stellenangeboten, die auf die eigenen Bedürfnisse gefiltert dargestellt werden können. Ob Ort, Branche, Führungslevel; der Bewerber kann bestimmen, welche Jobs er angezeigt bekommen möchte.

Eigener Internetauftritt

Die Präsentation des eigenen Unternehmens stellt einen ungemein wichtigen Faktor in der Einstellung neuer Mitarbeiter dar und zwar aus zweierlei Hinsicht: 

    1. Zum einen gibt es die Möglichkeit alle Stellenausschreibungen darzustellen oder sogar eine eigene Karriereseite für Bewerber zur Verfügung zu stellen, sodass eine Vereinheitlichung der Kandidatenprofile ermöglicht wird. 
    2. Zum anderen ist der Internetauftritt grundsätzlich eine großartige Anlaufstelle für potentielle Bewerber, um sich ein Bild über das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu machen. Wenn der Bewerber sich auf der Webseite wohlfühlt und einen positiven Eindruck bekommt, dann spiegelt sich dies auch in der Bewerbungsqualität wieder. Durch den Wandel des Arbeitsmarktes müssen Unternehmen sich von ihrer besten Seite zeigen, man spricht hier auch von Employer Branding.

soziale Netzwerke als wichtige Recruiting-WerkzeugeSoziale Netzwerke

Ob Karrierenetze wie Xing oder LinkedIn, oder Twitter, Instagram und Facebook; hier werden buchstäblich Netzwerke geschlossen, eben nicht nur privat sondern vornehmlich beruflich. Dies hat natürlich zur Folge, dass man als Unternehmen einen entsprechenden Auftritt auf den einzelnen Netzwerken braucht. 

Aber damit nicht genug. Einer der wichtigsten Aspekte des digitalen Recruitings sind die entsprechenden Experten, die sich gezielt in den Bereichen bewegen, wo gesuchte Talente zu finden sind. Denn durch ‘organische Reichweite’ alleine kommt man nicht so schnell zum gewünschten Arbeitnehmer. Gezielt platzierte Werbung erhöht die Auffindbarkeit der Stellengesuche massiv. Allerdings ist dies abhängig von der Branche in der man sich bewegt, denn Menschen die in Bereichen arbeiten in denen sie sich viel im Internet bewegen, sind natürlich auch dort besser zu erreichen, als die, deren Arbeitsbereiche außerhalb der digitalen Welt sind.

Mobiles RecruitingMobile Recruiting - Kompatibilität mit allen Geräten

Je einfacher der Bewerbungsprozess ist, umso besser. Das Smartphone, oder Tablet ist immer dabei. Deshalb ist es wichtig, den eigenen Auftritt auch in dieser Hinsicht so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten, von der Stellenanzeige bis zum Bewerbungsformular. Alles sollte auf einem Gerät und in einem Durchlauf machbar sein. Laut einer Studie des Stellenportals “Monster” in Kollaboration mit der Uni Bamberg, begrüßen 7 von 10 Bewerbern die optimierte Darstellung für das Smartphone. Dies kann in Form der Seitengestaltung passieren, oder durch spezielle Apps. 

Durch die Nutzung des digitalen Spektrums im Recruiting sind auch Vorstellungsgespräche nicht mehr zwingend ortsgebunden. Denn über Messenger-Dienste wie Skype aber auch WhatsApp oder Face-Time, können Videointerviews geführt werden. Diese Möglichkeiten können eine räumliche oder auch zeitliche Distanz überbrücken und durch die Zeitersparnis auf allen Seiten zu produktivem Arbeiten führen. 

Mobiles Recruiting - Job Interview per Smartphone

Software-Lösungen 

Die Basis des digitalen Recruitings ist die Software, die als zentrales Steuerungssystem viele Vorteile bietet. Hier können die entsprechend zuvor gesammelten Informationen ausgewertet und zugeordnet werden. Durch konsequente Datenpflege der wichtigen Parameter, können Personen automatisch (aus-)sortiert oder bestimmten Positionen zugeordnet werden, man spricht auch von auto-matching. Wenn ein Bewerber für eine bestimmte Stelle unpassend ist, kann er dennoch im System gespeichert werden (Talent-Pool) und so für andere Positionen in Erwägung gezogen werden. Auch das räumlich unabhängige Zusammenarbeiten verschiedener Mitarbeiter der Personalabteilung- auch mobil von unterwegs – kann über diese computergesteuerten Übersichten möglich werden. Die Unterlagen einzelner Personen können von verschiedenen Mitarbeitern eingesehen, argumentiert werden ob der Bewerber passt und so weiter. 

Welche Vorteile bringt E-Recruiting?

Zeit ist Geld - Zeitersparnis Online-Medien

Es trägt zur Vereinfachung des Bewerbungsprozesses bei. Dies gilt sowohl für die Bewerber als auch für Unternehmen. Interessenten möchten ihre Bewerbung möglichst einfach und unkompliziert an die Unternehmen bringen. Dies kann beispielsweise über die bereits erwähnten Formulare erreicht werden. Aber auch die Anzahl der Bewerber steigt hiermit, denn je einfacher der Bewerbungsprozess ist, desto geringer ist letztlich die Hemmschwelle die eigene Bewerbung auf den Weg zu bringen. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen sind Schnelligkeit und Aktualität sehr wichtig.

Durch die digitale Verfügbarkeit werden Anzeigen schneller vom Bewerber gefunden und sind auf aktuellstem Niveau. Außerdem ist – im Vergleich zur ehemaligen Methode 

per Post, die mehrere Tage in Anspruch nahm – eine Online-Bewerbung in Sekundenschnelle beim Empfänger. Denn Zeit ist Geld; und wer möchte nicht von beidem möglichst viel!?

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, ist der ästhetische Aspekt einer Stellenanzeige nicht zu unterschätzen. Die Möglichkeiten einer interessant und ansprechend gestalteten Stellenbeschreibung sind im digitalen Zeitalter sind endlos. Das Einfügen von Bildern, Videos oder links gewinnt eine Stellenanzeige an Individualität und kann die Persönlichkeit der entsprechenden Person genau ansprechen. Eine Software, oder Chatbots, können eine Vorauswahl treffen und somit kommen nur ‘passende Bewerbungen’ zur Einzelansicht des Personalers.

Durch die Prozessoptimierung, dank Software, Mobile Recruiting und co, ist ein passender Arbeitnehmer einfacher und schneller gefunden. Und genau darum geht es beim Rekrutieren: Den passenden Mitarbeiter für das Unternehmen finden! 

Die Nachteile des digitalen Recruitings

Die bereits angesprochene Vielzahl an Bewerbungen kann natürlich auch zum Nachteil werden, denn auch die Anzahl der unpassenden Bewerbungen steigt natürlich. Dies bedeutet, dass im Vorfeld ganz klare Zielgruppen definiert werden müssen. Eine kostspielige Bewerber-Software ist nur dann von Vorteil, wenn die Daten ordentlich gepflegt und diese entsprechend der wichtigen Parameter sortiert sind. Durch Mangel an Kenntnissen oder falschen Einsatz der Software, kann es zu falschen auto-matchings oder erhöhten Zeitaufwand kommen.

Außerdem muss diese Software im Vorfeld sorgfältig für die eigenen Bedürfnisse ausgewählt werden. Da es eine sehr große Auswahl solcher Lösungen gibt, kann eine Entscheidung auch zeitaufwendig werden. Darüber hinaus sind Systeme die dauerhaft mit dem Internet verbunden sind anfällig für Viren, die die Datensicherheit eventuell gefährden. Eine eigene Software bedarf auch einer gewissen Einarbeitung, die möglicherweise viel Zeit und Arbeitskraft in Anspruch nimmt. Außerdem müssen Betriebssystem und Software regelmäßig gewartet und überprüft werden, um Systemausfälle zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt der häufig negativ aufgefasst wird, ist der der Anonymität. Wenn die Bewerbung im Vorfeld von Chatbots beantwortet und aussortiert wird, fehlt der menschliche Kontakt unAnonymität - Unpersönliches Verhältnis zu Beginn des Bewerbungsprozessesd es wird möglicherweise als unpersönlich empfunden. Dies geht übrigens nicht nur den Bewerbern so, sondern auch einigen Personalern, die den direkten Kontakt zu den Bewerbern bevorzugen, trotz der Arbeits- bzw. Zeitersparnis.

Aus Bewerbersicht kann es auch von Nachteil sein, wenn ein auszufüllendes Formblatt als erste Schnittstelle genutzt wird. Über vorgefertigte Frage-Antwort Felder, lässt sich die eigene Persönlichkeit nur schwer transportieren. 

Unser Fazit:

Früher gab es nur die Möglichkeit über Printmedien Anzeigen zu publizieren. Die Möglichkeiten heute sind im Vergleich dazu endlos und wesentlich kleinschrittiger. Dies bedeutet, dass einzelne Aspekte im Bewerbungsprozess an Wert gewinnen. Ob gezielte Werbeanzeigen, die ganz bestimmte Personen erreichen oder Massenwerbung, die möglichst viel Reichweite erzeugen, all diese Targeting-Optionen werden nur durch den Einsatz von digitalen Werkzeugen möglich. Und die Ersparnis von Zeit für alle Beteiligten, sowie die Erhöhung der Reichweite einzelner Stellenanzeigen werden durch die Möglichkeiten des digitalen Recruitings weiter steigen.

Wir als professionelle Recruiter sind bereits sehr gut vernetzt und auf allen wichtigen Plattformen unterwegs. Sparen Sie sich Zeit und Ressourcen und wenden Sie sich an uns. Wir helfen Ihnen gern.

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