Cultural Fit - Passgenaue Besetzung

Cultural Fit – Begriffserklärung und Relevanz im Arbeitsalltag

In Zeiten der Digitalisierung ist es für Arbeitnehmer so wichtig wie noch nie, einen sinnstiftenden Arbeitsplatz zu haben. Aber was genau macht eine Arbeit sinnstiftend? Wie wirkt sich das auf den Arbeitsalltag aus und wie können Unternehmen darauf reagieren?

Cultural Fit  – Was ist das überhaupt?

Wörtlich aus dem Englischen übersetzt heißt Cultural Fit ‘kulturell passend’. Letztlich ist damit, laut “Employer Branding – now” der Übereinstimmungsgrad zwischen der Kultur des Unternehmens und der des Arbeitnehmers gemeint. Das hier von einem Grad die Rede ist, lässt darauf schließen, dass es diese Übereinstimmung nun in verschiedenen Abstufungen gibt. Allgemein lässt sich hier zunächst unterscheiden, auf welche Art und Weise die ‘Kulturen’ aufeinander treffen.

  1. Complementary (komplementärer) Fit

Dies meint, dass sich Unternehmen und Arbeitnehmer ergänzen. Was dem Unternehmen fehlt, bringt der Arbeitnehmer in dieses mit ein und beide Parteien haben ‘etwas davon’.

  1. Supplementary (supplementärer) Fit 

Dieser Begriff beschreibt, dass Arbeitnehmer und Unternehmen ähnliche Wert- und Normvorstellungen haben – die beiden Ansichten sozusagen austauschbar sind. 

Nun kann es natürlich sein, dass ein Arbeitnehmer ‘passender’ ist, als ein anderer, was auf dessen Arbeitsmoral/-qualität aber keine Auswirkungen hat. Es kann auch Mischformen geben; so passt ein Arbeitnehmer möglicherweise supplementär auf einen Bereich und komplementär auf den anderen. 

Unternehmenskultur 

Um sich ein Bild über das “Zusammenpassen” machen zu können, muss zunächst einmal geklärt werden, was Unternehmenskultur ist. Der Begriff der Unternehmenskultur ist sehr umfassend. Darunter zählen:

Leitbilder

Viele Unternehmen haben sogenannte ‘Leitbilder’ erstellt, welche es einem Außenstehenden ermöglichen, einen Überblick über die Unternehmensziele zu erhalten. Auch wie diese erreicht werden sollen und wie engagiert das Unternehmen im sozialen Bereich ist – sei dies nun auf die eigenen Mitarbeiter oder auf andere Aspekte bezogen – kann anhand eines Leitbilds festgestellt werden. Dies ist eine relativ bewusste Festlegung bestimmter Werte, die auch auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden müssen und sollten. 

Umgangsformen 

Ein weiterer Aspekt der Kultur eines Unternehmens sind die Umgangsformen. So hat sich in den letzten Jahren in einigen Unternehmen beispielsweise eine regelrechte “Duz”- Kultur durchgesetzt, um einerseits mit den traditionellen, hierarchischen Strukturen zu brechen und um andererseits ein stärkeres “Wir”-Gefühl hervorzubringen. Auch gibt es teilweise weniger strenge Regeln in Bezug auf die Kleiderordnung.

Work-Life-BalanceWork-Life-Balance - Make it possible!

Auch in diesem Bereich lässt sich feststellen, wie ein Unternehmen ‘gestrickt’ ist. Wie flexibel ist das Unternehmen in der Gestaltung der Arbeitszeit? Wie wichtig ist Arbeitnehmer-Gesundheit im Unternehmen? Wie gut lässt sich Arbeit und Privatleben vereinbaren? Unterstützt das Unternehmen die individuelle Weiterbildung der Arbeitnehmer? Und und und…

Kulturelles Programm

Gibt es Veranstaltungen, an denen ein Arbeitnehmer teilnehmen kann? Wie viel Kultur (im klassischen Sinne) bringt das Unternehmen zum Arbeitnehmer? Gibt es regelmäßige Aktivitäten, die den Gemeinschaftssinn stärken? Wie werden die großen Feiertage gefeiert?  Gibt es beispielsweise eine Weihnachtsfeier, oder gar interkulturelle Feste? Und so weiter.

Relevanz für Arbeitnehmer

Happy worker means success

Laut einer Studie des Karriereportals StepStone, empfinden 97% der Fachkräfte die Unternehmenskultur als sehr wichtig. Das ist nicht verwunderlich, denn die Untersuchung zeigt einen großen Zusammenhang zwischen Mitarbeiterzufriedenheit und dem Cultural Fit:

Findet sich ein Arbeitnehmer in der Unternehmenskultur wieder, so wirkt sich das positiv auf seine Arbeitszufriedenheit aus. Das bedeutet, dass er motivierter arbeitet, weniger häufig krank ist und wahrscheinlich langfristig im Unternehmen bleiben möchte. Der Stellenwert der Unternehmenskultur ist beim Arbeitnehmer teilweise sogar höher einzustufen, als der der Entlohnung. So würden sich, laut StepStone, nur wenige Arbeitnehmer mit einer unpassenden Unternehmenskultur zufrieden geben, selbst wenn die Bezahlung stimmt.

Relevanz für Unternehmen 

Die StepStone Studie zeigt aber auch, dass Cultural Fit auf Seiten der Unternehmen eine immense Rolle im Rekrutierungsprozess spielt. Das ist nur logisch, denn all die positiven Auswirkungen auf den Arbeitnehmer wirken sich konsequenterweise ebenso auf das Unternehmen aus. Motivierte Mitarbeiter erhöhen die Produktivität und das führt zum schnelleren Erreichen der gesetzten Ziele. Das bedeutet nun, dass sich ein Unternehmen aktiv vermarkten muss, sprich Employer Branding betreiben.

Laut Karrierebibel ist Employer Branding: “[…]Arbeitgebermarkenbildung. Es geht darum, eine Arbeitgebermarke und ein Profil für ein Unternehmen aufzubauen, das für Fachkräfte attraktiv ist und die Stärken und Besonderheiten des Unternehmens verdeutlicht. [Ziele sind die] Mitarbeitergewinnung / Recruiting (Zielgruppe: Talente, Bewerber) [sowie die] Mitarbeiterbindung / Loyalität (Zielgruppe: Beschäftigte)

Erfolgreich durchstarten - so gehts

Umsetzungstipps 

Gestaltung Ihres Leitbilds – Aktualität und Übersichtlichkeit 

Setzen Sie hier auf Übersichtlichkeit in jeder Hinsicht. Ein ansprechendes Layout und gut strukturierte Inhalte sorgen dafür, dass Arbeitnehmer ein gutes Verständnis für Ihr Unternehmen erlangen können. Darüber hinaus ist es entscheidend, auf die 

Aktualität und Umsetzbarkeit der gesetzten Ziele zu achten. Denn auch hier lässt sich der Wert der eigenen Zielsetzung und Mitarbeiterbindung herauslesen. Sind die Ziele utopisch, fühlen sich viele Mitarbeiter schon zu Beginn überfordert und scheuen vielleicht zurück.

“Pimp-your-culture” – Geben Sie Ihren Mitarbeitern Kultur

Investieren Sie hier auch mal ein bisschen mehr Zeit und Geld, denn gemeinsame Aktivitäten sorgen für gute Stimmung und ein entspanntes Arbeitsklima. Viele Unstimmigkeiten lassen sich hierbei lösen und dies erhöht wiederum die Produktivität. Suchen Sie passende Aktivitäten aus, nutzen Sie Interkulturalität, gestalten Sie Ihre Räumlichkeiten ansprechend und so weiter.

Werben Sie für Ihr Unternehmen – Employer Branding

  • Versuchen Sie herauszufinden, was Ihr Unternehmen besonders und einzigartig macht 
  • Geben Sie besonders viel auf die Meinung Ihrer Arbeitnehmer, denn diese sind letztlich die Zielgruppe
  • Gehen Sie auf die Work-Life-Balance Ihrer Mitarbeiter ein
  • Finden Sie heraus, wie Sie gewünschte Talente für sich gewinnen können
  • Suchen Sie stets nach Verbesserungsmöglichkeiten 
  • Positionieren Sie sich klar und grenzen Sie sich von der Konkurrenz ab
  • Wo können Sie sich besonders gut präsentieren und Ihre Zielgruppe ansprechen? Zum Beispiel in den sozialen Medien, auf der eigenen Homepage, Werbung im TV etc.
  • Suchen Sie sich digitale Experten für Ihr Unternehmen

Nutzen Sie Ihre Ressourcen und bauen Sie sich eine authentische und nachhaltige Unternehmenskultur auf, denn so bleiben Talente bei Ihnen und dem Wachstum Ihres Unternehmens steht nichts im Wege.

Nehmen Sie Beratungen von Personalberatern an

Das Recruiting von passgenauem Personal wird komplexer und immer mehr Unternehmen suchen kompetente Unterstützung, um den richtigen Kandidaten für eine Stelle zu finden. 

Denn Personalberater nehmen, durch die Verzahnung von Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenserfolg, mehr und mehr die Rolle eines ganzheitlichen Beraters ein. Eben weil der Rekrutierungsprozess immer komplexer wird, spezialisieren sich Personalberatungen immer mehr, um den Personalabteilungen erfolgreich helfen zu können. Spezialisierte Personalberatungen haben genau die Ressourcen und das nötige Know-How um Ihr Unternehmen entsprechend zu beraten. Schon jetzt bildet sich die Beratung zum Employer Branding als Unterkategorie des Personalmarketings heraus. – Mit Personalmarketing ist zum einen die Personalbeschaffung und zum anderen der Umgang mit bestehendem Personal und dessen Unternehmensbindung gemeint. – So werden mit Hilfe von beispielsweise Mitarbeiterbefragungen, Wettbewerbsanalyse und Zielgruppenanalyse, bestimmte Handlungsempfehlungen ausgesprochen, anhand derer auch Ihr Employer Branding individuell und ansprechend gestaltet werden kann. 

Fazit

Ein sinnstiftender Arbeitsplatz, gutes Employer Branding und der Cultural Fit zwischen Ihnen und Ihren Arbeitnehmern erhöhen die Produktivität Ihrer Arbeitnehmer enorm. Wir unterstützen Sie bei der Suche passender Talente – Schnell, fair, diskret und professionell! Sprechen Sie uns gern an:

 

Telefon: 02241.240922.50

Mail: office@resus-consult.de

 

Allgemeines, Personalberatung