
Der Hochbau umfaßt Planung und Errichtung von Bauwerken oberhalb der Geländeoberkante, vom Wohn- und Verwaltungsgebäude über Industrie- und Gewerbebauten bis zum öffentlichen Bau. Anders als im Tiefbau liegt das wirtschaftliche Risiko selten im Baugrund. Es liegt in den Schnittstellen: zwischen Entwurf, Tragwerk, Ausbaugewerken und Gebäudetechnik entscheidet sich, ob Termin- und Kostenrahmen halten.
ReSus ist Spezialist für das Recruiting im Hochbau und besetzt Fach- und Führungspositionen bei ausführenden Bauunternehmen, in Architektur- und Ingenieurbüros, auf der Bauherren- und Entwicklerseite sowie in der Bauzulieferindustrie. Wir klassifizieren den Hochbau fachlich in die nachfolgenden Gewerke ein, da wir neben dem Hochbau ebenso im Geschäftsfeld Bau die Fachbereiche Tiefbau, Ingenieurbau und Infrastrukturbau betreuen.
Als Bauingenieur verbindet Ralf Schnitzler eigene Erfahrung aus Planung, Bauleitung, Vertrieb und Geschäftsführung mit dem Verständnis für die tatsächlichen Anforderungen auf der Baustelle. Diese Verbindung bestimmt auch im Hochbau den Beratungsansatz von ReSus Consult.
Für welche Gewerke des Hochbaus wir Personal suchen
Der Hochbau ist kein einheitliches Gewerk. Er gliedert sich in Teilbereiche mit eigener Auftraggeberstruktur, eigener Vergabeform und eigenem Kandidatenmarkt. Ein Bauleiter aus dem Rohbau und ein Projektleiter aus der Objektplanung arbeiten unter verschiedenen Vorzeichen, obwohl beide am selben Gebäude tätig sind. Diese Differenzierung ist Grundlage jeder Suchstrategie.
Gesuchte Profile: Bauleitung Rohbau, Polier und Werkpolier, Kalkulation, Arbeitsvorbereitung.
Gesuchte Profile: Bauleitung und Oberbauleitung SF-Bau, Projektleitung, Nachtragsmanagement.
Gesuchte Profile: Projektleitung Objektplanung, Tragwerksplanung, Bauphysik, BIM-Koordination.
Gesuchte Profile: Projektleitung Modulbau, Werks- und Produktionsleitung, Technische Leitung Holzbau.
Mandatsbeispiel: Standortleitung mit Ergebnisverantwortung in der Bauzulieferindustrie Hochbau
Wie eine Suche im Hochbau konkret abläuft, zeigt ein anonymisiertes Mandat aus der Bauzulieferindustrie.
Das Beispiel zeigt, wo die Arbeit im Hochbau tatsächlich beginnt: bei der Prüfung, ob die beschriebene Position am Markt in dieser Form überhaupt existiert. Zwischen Vertriebsleitung und Standortleitung liegt ein Unterschied in Haftung und Entscheidungsbefugnis, der sich weder im Titel noch im Zieleinkommen zuverlässig abbildet. Solche Klärungen gehören vor die Suche, nicht in die Absageschleife. Rückmeldungen von Auftraggebern und Kandidaten finden Sie unter Referenzen und Bewertungen.
Was den Kandidatenmarkt im Hochbau bestimmt
Die Nachfrage nach Personal folgt im Hochbau nicht allein der Baukonjunktur, sondern dem Zusammenspiel aus Bau- und Energierecht, Förderkulisse und Tarifgefüge. Vier Punkte prägen den Markt derzeit besonders deutlich.
Beschleunigtes Baurecht im Wohnungsbau: Der mit dem Wohnungsbau-Turbo eingeführte Paragraph 246e des Baugesetzbuchs gilt seit dem 30. Oktober 2025 und ist bis zum 31. Dezember 2030 befristet. Er erlaubt mit Zustimmung der Gemeinde Abweichungen vom Bauplanungsrecht für Neubau, Erweiterung und Nutzungsänderung zu Wohnzwecken. Verkürzte Genehmigungswege erhöhen den Druck auf Planung und Bauleitung, nicht auf die Bauverwaltung allein.
Gebäudeenergierecht und europäische Vorgaben: Die Umsetzungsfrist der novellierten EU-Gebäuderichtlinie lief am 29. Mai 2026 ab, die entsprechende Novelle des Gebäudeenergiegesetzes ist national erst zum 1. November 2026 vorgesehen. Für Nichtwohngebäude sind Sanierungsquoten für die energetisch schwächsten Bestände hinterlegt, 16 Prozent bis 2030 und 26 Prozent bis 2033. Fachkräfte, die Energiebilanzierung und Nachweisführung beherrschen, werden dadurch dauerhaft knapp.
Verlagerung vom Neubau in den Bestand: Hohe Baukosten und Finanzierungszinsen haben Neubauvorhaben verzögert, während Sanierung, Aufstockung und Umnutzung an Gewicht gewinnen. Programme wie die Förderung des klimafreundlichen Neubaus und die geplante Umwandlung von Gewerbe zu Wohnraum wirken in dieselbe Richtung. Bauen im Bestand verlangt andere Erfahrung als der Neubau auf freiem Feld, insbesondere in Bauzustandsanalyse, Statik des Bestandes und Bauablauf unter laufendem Betrieb.
Zwei getrennte Kandidatenmärkte mit eigenem Vergütungsgefüge: Bauhauptgewerbe und Planungsbüro folgen unterschiedlichen Tarif- und Arbeitszeitmustern. Ein Wechsel aus dem Büro in die Bauleitung bedeutet Präsenz auf der Baustelle, ein Wechsel in die Gegenrichtung häufig Einkommensverzicht. Wer diese Unterschiede in der Ansprache nicht berücksichtigt, erhält Absagen aus Gründen, die vor dem ersten Gespräch bekannt waren.
Für die Personalgewinnung folgt daraus: Der Bedarf verschiebt sich von reiner Ausführungskapazität zu Profilen, die Genehmigungsrecht, Energiebilanz und Bestandsbau zusammendenken. Diese Kandidaten sind selten aktiv suchend und über Stellenanzeigen kaum erreichbar.
Nachhaltigkeit im Hochbau
Nachhaltigkeit ist im Hochbau keine Absichtserklärung, sondern in Nachweispflichten, Förderbedingungen und Kalkulationsansätzen abgebildet. Fünf Handlungsfelder stehen im Vordergrund.
Lebenszyklus statt Errichtungskosten: Ökobilanz und graue Energie der Baustoffe treten neben den Betriebsenergiebedarf. Wer Beton, Stahl, Holz und Dämmstoffe nach ihrer Herstellungsemission bewertet, kommt zu anderen Konstruktionsentscheidungen als bei reiner Betrachtung der Baukosten.
Serielles und modulares Bauen: Vorfertigung verkürzt Bauzeiten, senkt Abfallmengen auf der Baustelle und macht Qualität reproduzierbar. Sie verlangt jedoch eine frühere Planungstiefe und eine Werkslogistik, die im klassischen Bauablauf nicht vorgesehen ist.
Kreislaufwirtschaft und Rückbau: Wiederverwendbare Bauteile, rezyklierte Gesteinskörnungen und die Dokumentation verbauter Materialien im Sinne eines Gebäuderessourcenpasses verlagern einen Teil der Wirtschaftlichkeit von der Errichtung in die Rückbauphase.
Digitale Modellierung als Nachweisinstrument: Building Information Modeling ist im Hochbau weniger ein Planungswerkzeug als eine Datengrundlage: Mengen, Materialien und Bauteileigenschaften werden damit prüfbar. Für Bundesbauvorhaben ist die Methode oberhalb definierter Wertgrenzen bereits gesetzt.
Zertifizierung und Förderung: Bewertungssysteme wie DGNB und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude verknüpfen Nachhaltigkeit mit Förderfähigkeit und Finanzierungskonditionen. Kreditinstitute beziehen die Energieeffizienz zunehmend in ihre Risikobewertung ein, unabhängig vom Stand der nationalen Gesetzgebung.
Für die Personalgewinnung heißt das: Gesucht werden Fach- und Führungskräfte, die Nachhaltigkeitsanforderungen in Kosten und Bauablauf übersetzen können, nicht Zertifikatsverwalter. Diese Verbindung aus Bauerfahrung und Nachweiskompetenz ist am Markt selten und erfordert diskrete Direktansprache.
Für wen wir arbeiten: Bauunternehmen, Planungsbüros und Bauzulieferindustrie
Unsere Mandate im Hochbau verteilen sich auf drei Auftraggebergruppen mit jeweils eigener Erwartungshaltung an Kandidaten.
1. Ausführende Bauunternehmen und Schlüsselfertiganbieter: Vom regionalen Rohbauunternehmen bis zur Hochbausparte eines Baukonzerns. Gesucht werden Bauleitung, Kalkulation, Arbeitsvorbereitung sowie technische und Niederlassungsleitung.
2. Architektur- und Ingenieurbüros, Projektentwickler und Bauherrenorganisationen: Hier zählen Leistungsphasenerfahrung, Vergaberecht und die Fähigkeit, Planung und Ausführung gegeneinander zu verantworten. Wohnungsunternehmen und öffentliche Bauherren bringen zusätzlich lange Projektzyklen mit.
3. Bauzulieferindustrie und Fachhandel: Bauelemente, Dämmstoffe, Fassaden- und Bedachungssysteme, Bauchemie und Bauwerksabdichtung. Schwerpunkt sind technischer Vertrieb, Objektberatung, Anwendungstechnik und Produktmanagement.
Welche Positionen wir im Hochbau besetzen
Die Besetzungen verteilen sich auf sechs Handlungsfelder.
Bauleitung und Oberbauleitung SF-Bau
Polier und Werkpolier
Projektleitung
Leitung Baukalkulation
Arbeitsvorbereitung
Nachtrags- und Claimmanagement
Tragwerksplanung
Bauphysik und Brandschutz
BIM-Koordination
Bauherrenvertretung
Technische Projektentwicklung
Vergabe und Ausschreibung
Bereichs- und Niederlassungsleitung
Geschäftsführung
Interim-Mandate
Objektberatung
Anwendungstechnik
Produktmanagement
Warum ReSus im Hochbau: unser Ansatz im Executive Search
Unser Vorgehen im Executive Search beruht auf technischer Beurteilungsfähigkeit. Referenzlisten werden nach Gebäudeart, Bauweise, Vergabeform, Auftragsvolumen und Ausbaustandard analysiert, nicht nach Stellentitel. Ein Bauleiter aus dem Wohnungsbau in Serie arbeitet unter anderen Rahmenbedingungen als ein Bauleiter im Sonderbau, ein Kalkulator im Schlüsselfertigbau rechnet anders als ein Kalkulator im Rohbau.
Hinzu kommen eine überregionale Suche, da Hochbauprojekte selten dem Unternehmensstandort folgen, ein diskretionärer Prozeßstandard ohne Weitergabe von Unterlagen ohne Zustimmung, wie unter Vertraulichkeit beschrieben, sowie optional eine Persönlichkeitsanalyse als Personaldiagnostik.
Für Fach- und Führungskräfte aus dem Hochbau
Unsere Beratung richtet sich auch an erfahrene Fach- und Führungskräfte mit nachweisbarer Projektverantwortung im Rohbau, im Schlüsselfertigbau, im Ausbau, in der Objekt- und Tragwerksplanung oder im modularen Bauen. Die Einordnung einer Bewerbung erfolgt bei uns anhand technischer Referenzen, also Gebäudeart, Projektvolumina, Vergabeform und Verantwortungsbereich, nicht allein anhand von Positionsbezeichnungen.
Aktuelle Vakanzen finden Sie im Stellenmarkt, unsere anonymisierte Marktübersicht unter Top-Kandidaten Bau. Ist derzeit keine passende Position ausgeschrieben, führt die Initiativbewerbung zum Ziel. Wie wir mit Ihren Unterlagen umgehen, erläutern wir unter Anonymität in der Personalberatung.
Häufige Fragen zur Personalberatung im Hochbau
Welche Gewerke zählen für Sie zum Hochbau? Rohbau und Massivbau, Schlüsselfertigbau, Innenausbau und Fassade, Objekt- und Tragwerksplanung, Bauphysik und Brandschutz sowie serielles Bauen, Modulbau und Holzbau. Angrenzende Fachbereiche führen wir gesondert unter Ingenieurbau und SHK Gebäudetechnik.
Welche Positionen besetzen Sie am häufigsten? Bauleitung und Oberbauleitung, Kalkulation und Arbeitsvorbereitung sowie technische und Niederlassungsleitung, daneben Projektleitung in der Objektplanung und Vertrieb in der Bauzulieferindustrie.
Arbeiten Sie auch für Architektur- und Ingenieurbüros? Ja. Der Kandidatenmarkt der Büros folgt eigenen Vergütungs- und Arbeitszeitmustern, weshalb wir Suchraum und Ansprache dort anders zuschneiden als im Bauhauptgewerbe.
Wie gehen Sie mit dem Mangel an Bauleitern im Hochbau um? Über gezielte Direktansprache in einem klar abgegrenzten Zielunternehmenskreis. Viele geeignete Kandidaten bewerben sich nicht aktiv, sind aber für ein vertrauliches Gespräch erreichbar.
Berücksichtigen Sie Erfahrung im Bauen im Bestand gesondert? Ja. Sanierung, Aufstockung und Umnutzung verlangen Bauzustandsanalyse, Eingriffe in die vorhandene Statik und Bauabläufe unter laufendem Betrieb. Diese Erfahrung prüfen wir eigens, sie läßt sich aus Neubaureferenzen nicht ableiten.
Suchen Sie regional oder bundesweit? Beides. Bei standortgebundenen Positionen arbeiten wir mit einem in Ringe gegliederten Suchraum, bei Führungspositionen bundesweit und bei Bedarf international.
Direkte Termin-Vereinbarung mit Ralf Schnitzler
Der Hochbau prägt Wohnraum, Arbeitsstätten und öffentliche Gebäude und benötigt dringend qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Mit fachlicher Expertise in der Personalberatung und langjähriger Führungserfahrung im Bauwesen helfen wir Unternehmen, die richtigen Talente zu finden und zu binden.
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Geschäftsführer | Executive Consultant BAU
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