Wenn der Job zur Qual wird – Mental health matters

Täglich kämpfen wir persönlich gegen Herausforderungen wie Inflation, Energiekrise und Kriege, die immer näher rücken. Unsicherheit ist bei den meisten Deutschen der Umgang mit der heutigen Situation. Aber dies betrifft nicht nur die Privatperson, sondern auch Unternehmen die Konsequenzen daraus ziehen. Ein Unternehmen muss wettbewerbsfähig bleiben in Zeiten der Krise und Arbeitsplätze sichern. Statt aber offene Gespräche miteinander zu führen, emphatisch zu sein und ein klares Signal der Wertschätzung zu geben um gemeinsam Krisenzeiten zu überstehen kommt es immer öfter zum Konflikt. Viele Arbeitnehmer wenden sich dann beispielsweise ab, werden frustriert oder reagieren gestresst.

Die Veränderung der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt erlebt in einer Zeit, die zunehmend von einer Pandemie der Unzufriedenheit geprägt ist, eine entscheidende Transformation. Heutzutage definiert ein Traumjob nicht mehr nur ein attraktives Gehalt und ein paar Vorteile. Er wird zu einem Ort werden, an dem Glück und Wohlbefinden wichtiger sind als alles andere. Unzufriedenheit am Arbeitsplatz ist eine stille Krise. Das Engagement am Arbeitsplatz ist seit zehn Jahren am niedrigsten. Es ist ein Spiegel einer globalen Welle der Unzufriedenheit, die tief verwurzelt ist in der Arbeitskultur.

Es gibt so viele Gründe

Gründe für Stress und Frust auf der Arbeit gibt es viele, auf die jeder unterschiedlich reagiert. Stress ist die häufigste Antwort in Umfragen zum Thema Arbeitsunzufriedenheit. Falls die Arbeitsbelastung eine bestimmte Grenze überschreitet, sind nur noch wenige Arbeitnehmer in der Lage, mit der Belastung umzugehen. Obwohl einige erst richtig aufblühen, reagiert die Mehrheit der Menschen mit Frustration, Lustlosigkeit oder sogar Angst vor der Arbeit. Darüber hinaus gibt es weitere Ursachen für Arbeitsstress:

  • Schlechtes Arbeitsumfeld
  • Fehlende Kommunikation
  • Unerreichbare Ziele
  • Unqualifizierte Führung des Vorgesetzten
  • Fehlende Identifikation mit dem Unternehmen
  • Keine funktionierende Feedback-Kultur
  • Keine Chancen zur Weiterentwicklung
  • Keine Angebote von Schulungen
  • Übermäßige Erwartungen
  • Übermäßige Überstunden
  • Keine Anerkennung

Viele Arbeitnehmer in Deutschland sind betroffen. Arbeitnehmer, die unmotiviert und verärgert sind, zeigen Arbeitsstress. Jedoch gibt es mehr Hinweise darauf, dass ein Angestellter frustriert ist. Oftmals sind auch Leistungseinbußen ein Hinweis. Kunden sind unzufrieden, Fehler treten immer häufiger auf oder die Ergebnisse sind nicht mehr von hoher Qualität. Menschen, die mit ihrem Job unzufrieden sind, geben weniger oder interessieren sich einfach nicht mehr für das Ergebnis. Es kommt auch oft so weit, dass einige Personen nur noch gemäß Vorschrift arbeiten. Ein Zeichen für Frust können auch besonders emotionale Reaktionen sein. Wenn ein Kollege unerwartet aus der Haut fährt oder in Tränen ausbricht, liegt ein Problem vor.

Gefühle mit denen jeder Arbeitnehmer anders umgeht

Mental Health BaubrancheKeine Lebensfreude mehr und gefühlt nur eintönige und anstrengende Arbeit. Wertvolle Lebenszeit wird für ein geringes Gehalt zum Überleben immer uninteressanter. Man ist gefangen in einem Hamsterrad, ausbrechen kann man aber nicht. Sie verfallen ins sogenannte “Quiet Quitting”. Die meisten Menschen sind gegen Veränderung, weil es das Gefühl von Angst auslöst. Unser Streben nach Glück, Aufregung, neuen Erfahrungen und Wachstum ist sein natürlicher Gegenspieler. Jeder von uns ist so angelegt, aber es ist individuell sehr unterschiedlich, wer in uns die Oberhand hat. Menschen haben Angst, alles zu verlieren und mittellos auf der Straße zu landen, wenn sie eine berufliche Veränderung durchlaufen. Sie schätzen dieses Risiko jedoch rational als gering ein, wenn sie es genau betrachten. Angst vor Fehlern hält uns häufig davon ab, neue Dinge auszuprobieren. Es ist möglich, dass diese Neigung, Risiken zu überschätzen, unseren Vorfahren vor vielen Jahrtausenden beim Überleben geholfen hat. Es war sicherlich wichtiger, tödliche Risiken zu vermeiden, als etwas Neues zu entdecken. Der Bewegungsradius ist sehr, sehr klein, wenn man aus Angst reflexhaft nur darauf achtet, in jeder Situation ein Maximum an Sicherheit zu haben. Man wird kaum eine neue Lösung finden können, wenn man so wenig inneren Spielraum hat. Eine übliche Reaktion auf Stress ist die „Totstellreaktion“ (alle Lebewesen reagieren auf Gefahr entweder mit Angriff, Flucht oder Totstellen): Sie führt dazu, dass wir uns nicht mehr bewegen oder orientieren, sondern nur noch da bleiben, wo wir sind, bis die Gefahr vorbei ist. Stress führt auch dazu, dass wir den Status eher als sicher bewerten und die Risiken überschätzen, die eine Veränderung mit sich bringen könnte. Für den einen ist ein geringfügiges Maß an Unzufriedenheit und Stagnation ausreichend, um nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Erst wenn die Gefahren ihm existenzbedrohend erscheinen, wird sein „innerer Sicherheitsbeauftragter“ intervenieren. Ein anderer braucht viel mehr Veränderungsdruck und Leiden, bis er erfolgreich wird. Sein Sicherheitsbeauftragter ist immer wachsam und übernimmt häufig die Kontrolle – auch dann ist er immer darauf bedacht, die Lösung mit dem scheinbar geringsten Risiko zu wählen. Es hängt von unseren Erfahrungen, unserer Persönlichkeit und dem Thema ab, ob wir eher zu einer oder anderen Seite neigen. Denn es kann sein, dass wir im Privatleben eher bereit sind, größere Risiken einzugehen als im Beruf oder umgekehrt. Je mehr wir uns auf Sicherheit konzentrieren, desto mehr Stress bedeutet eine mögliche Veränderung für uns.

Was hilft aus der Situation heraus zu kommen

Nur man selber ändert die Situation. Es muss nicht immer schwierig sein, sich besser zu fühlen. Gelegentlich beginnt das Problem einfach in der eigenen Seele. Es ist wichtig seine Prioritäten zu ordnen, suchen Sie sich Inspiration dafür. Die Welt steht Ihnen offen. Nehmen Sie sich genügend Zeit um das alles auch richtig an zu gehen und nicht wieder vor einem riesigen Berg der Unzufriedenheit zu stehen. Überlegen Sie sich eine Strategie wie Sie vorgehen wollen um nicht im Chaos zu versinken. Was genau stört mich an der jetzigen Job-Situation? Habe ich meine Probleme alle angesprochen? Richten Sie Ihren Blick auf das Gute und denken Sie positiv. Es ist völlig sinnlos sich mit Dingen zu belasten, die bereits vorbei sind oder noch nicht eingetreten sind. Das ist genau das, was uns davon abhält, zu glauben, zu vertrauen und etwas zu schaffen. Positive Gedanken sind die Grundlage für positives Handeln. Um jeden Tag neue Energie zu bekommen, ist es wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben. Es ist einfacher, nicht nur positiv zu denken, sondern auch konsequenter positiv zu handeln. Es wird noch einfacher, wenn wir uns unsere bisherigen Erfolge bewusst machen. Eine Kündigung sollte die letzte Option sein. Aber wenn aus Ihrer Pro-und Contraliste hervorgeht das dieser Entschluss gefasst werden muss, sollten Sie bereit sein für eine Veränderung. Seien Sie mutig neue Wege zu gehen, denn ganz zum Schluss sollte der Beruf Ihre Zufriedenheit nicht beeinträchtigen.

Fazit

Bessere Ergebnisse werden durch selbstbestimmtes und sinnstiftendes Arbeiten erzielt. Jedoch sollte nicht von einer ausschließlichen Wohlfühlkultur gesprochen werden. Stress fördert auch durch die Ausschüttung von Hormonen im Gehirn das produktive Arbeiten. Neugier inspiriert uns, Probleme zu lösen und neue Herausforderungen zu bewältigen. Wir erleben guten Stress, der zwar den Geist belastet, aber von Bedeutung ist, um neue und herausfordernde Aufgaben zu bewältigen. Wir sollten uns ein wenig unter Druck setzen, um Höchstleistungen zu erbringen, wenn wir ein Problem lösen oder eine Arbeit unter Zeitdruck zufriedenstellend erledigen. Stress löst normalerweise ein Problem oder erreicht etwas, wie Anerkennung, soziale Bindungen oder Sicherheit. Und wenn wir ein Problem lösen oder einen Wunsch erfüllen, fühlen wir uns glücklich. Umgekehrt ist Anerkennung auch wichtig, um uns motiviert zu fühlen, durch den Vorgesetzte, die Kollegen oder die Gesellschaft. Obwohl es viele Herausforderungen und Veränderung gibt und veraltete Strukturen weichen müssen, gibt es greifbare und machbare Chancen für eine neue Ära der Arbeitszufriedenheit.

Unterstützung einer Personalberatung zum Thema Jobwechsel

Sollten Sie zu dem Entschluss gekommen sein, den Jobwechsel in Betracht zu ziehen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Ihnen stehen unsere Ansprechpartner für den Bereich Bau und SHK sehr gerne zur Verfügung:

Rufen Sie uns an unter 02241.240922.50 oder kontaktieren Sie uns per eMail: office@resus-consult.de

 

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Bauwesen