Was macht ein CDO genau? Brauche ich einen CDO?

Was macht ein CDO?

Seit einiger Zeit begegnen uns Abkürzungen, bzw. Akronyme wie CEO, CIO, CFO oder eben CDO immer wieder auf dem Arbeitsmarkt. Heute wollen wir uns die Aufgaben eines CDO ausführlicher anschauen bzw. klären, welchen Mehrwert er einem Unternehmen bringt – insbesondere, wenn dieses aus der “old economy” heraus kommt. 

CDO – Begriffsbestimmung

CDO steht für Chief Digital Officer. Laut digitaleneuordnung.de ist ein CDO eine Führungsperson, der für die digitale Entwicklung eines Unternehmens verantwortlich ist. Dabei steht er in direkter Kommunikation und Berichtslinie zur Unternehmensführung und muss nicht zwangsläufig selbst Mitglied des Vorstands oder der Geschäftsführung sein. 

Wichtigste Aufgaben des CDO

Natürlich sind jeweilige Aufgaben stark abhängig, in welcher Branche man sich bewegt, oder auch wie die Strukturen des jeweiligen Unternehmen sind. Dennoch gibt es konstante Bereiche, die bei den meisten Einsätzen eines CDO gewünscht werden.

1.Koordinator und zentrales Steuerelement

Ein CDO wirkt als zentrales Steuerelement für die Veränderungen eines Unternehmens. Zu viele Köche verderben bekanntermaßen den Brei. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Unternehmensentwicklung, denn die digitale Transformation beinhaltet oft grundlegende Veränderungen der Strukturen eines Unternehmens. Hier hat sicherlich jeder eine Meinung und Ideen, die auch gehört werden dürfen und sollen. Die Entscheidung sollte allerdings nur von einer Person getroffen werden, um eine geregelte und zielführende Veränderung hervorzubringen. Der CDO koordiniert entsprechend der Marktentwicklung die notwendigen Veränderungen und regt zur stetigen kritischen digitalen Weiterentwicklung an.

2. Digitale Strategien entwickeln 

Um im digitalen Zeitalter noch wettbewerbsfähig zu sein, müssen Unternehmen eine digitale Strategie entwickeln und diese umsetzen. Ein CDO kann in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung eine Strategie entwickeln, die dem Unternehmen den nötigen digitalen Aufwind bringt. Eine gute Digitalstrategie muss sich mit der stetigen Entwicklung digitaler Trends sowie dem potentiellen Wandel der Kundenwünsche befassen und sich immer wieder neu anpassen. Zudem muss der CDO dafür Sorge tragen, dass die eigens entwickelte Strategie auch in ihrer Umsetzung erfolgreich bleibt. Dies wird durch konsequente Marktrecherche und regelmäßige kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Strategie erreicht. Aber auch Durchsetzungsvermögen bei der Umsetzung der neuen Strategie sind gefragt.

3. Change-Management

Die digitale Strategie lässt sich nur dann gut umsetzen, wenn der CDO Veränderungen provoziert und konsequent durchsetzt. Hierzu gehören die Bildung eines bereichsübergreifenden Teams, konsequente Marktrecherche, reger Kontakt mit der Unternehmensführung und und und. Die Schnelllebigkeit der modernen Zeit fordert Unternehmen eine rege Veränderungswirtschaft ab. Ein guter CDO kann hier einschreiten und entsprechend reagieren.

4. Bereichsübergreifende Koordination

Für einen CDO müssen alle Unternehmensbereiche vernetzt sein. Denn nur wenn auch der kleinste Bereich eines Unternehmens mit in die Strategie einbezogen wird, ist eine ganzheitliche Einstellung auf den digitalen Markt möglich. Die verschiedenen Bereiche sind nicht getrennt voneinander zu betrachten – denn echte digitale Veränderung muss von der Führungseben bis hin zu jedem einzelnen Mitarbeiter stattfinden.

In Abgrenzung zum CIO – Chief Information Officer

Ein CIO ist häufig der Leiter der IT und für deren strategische Entwicklung zuständig. Er befasst sich im Allgemeinen mit den Herausforderungen des “Ist”, wohingegen der Fokus des CDO eher auf die Herausforderung der kommenden Zeit gerichtet ist. 

In einem Blogartikel vergleicht der Autor dies mit Fußball:

“Würde ich CDO und CIO mit Positionen auf dem Fussballplatz vergleichen, dann ist der CIO der zentrale Mann vor der Abwehr, der mit einem soliden Stellungsspiel, einem guten Aufbauspiel und einer Passquote von 90% seinem Team die nötige Stabilität gibt, damit “die Null steht”. Der CDO dagegen spielt nach vorne, nicht jedes Dribbling geht gut, er spielt überraschende Bälle, hat Zug zum Tor und sucht den Abschluss. Und wie auf dem Fussballplatz gilt, wenn Du erfolgreich sein willst, musst Du beide Positionen stark besetzen.”

Ein CIO stellt sozusagen die Defensive dar, wohingegen der CDO offensiv ans Ziel schreitet. Hieraus wird deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit der beiden Positionen wichtig ist, um sowohl positive Ergebnisse zu erzielen als auch negative zu vermeiden. Es gibt sogar Beispiele, in denen ein CIO auch Aufgaben des CDO übernimmt. Denn diese beiden Bereiche überschneiden sich besonders bei den Voraussetzungen. So ist beispielsweise der CIO der DB Schenker gleichzeitig auch CDO, weil er dessen Notwendigkeit gesehen und sich der Erfüllung seiner Aufgaben angenommen hat.

Welche Anforderungen muss er erfüllen?

Nach CIO.de braucht ein guter CDO:

  1. Forschergeist. Hiermit sind Neugier und ein gutes Gespür für Veränderungen bzw. Trends gemeint.
  2. Gedankliche Flexibilität. Kritisches Denken und regelmäßige Überprüfung des gefahrenen Kurses sind Grundvoraussetzung.
  3. Datenverständnis. Um Daten sinnvoll auswerten zu können muss eine IT-Vorbildung bzw. ein IT-Studium als Voraussetzung gegeben sein.
  4. Spirit. Hiermit sind Leidenschaft und Motivation die ansteckend sind, gemeint.
  5. Überzeugungskraft. Ein CDO muss Brücken bauen und Überzeugung leisten, um Veränderungen hervorzubringen.
  6. Mut. Jede Veränderung verlangt dem CDO Courage ab!

Warum ist ein CDO wichtig?

Wie wir bereits in vorherigen Artikeln deutlich gemacht haben, ist die Digitalisierung nicht aufzuhalten. Neben künstlicher Intelligenz werden viele weitere Bereiche der digitalen Welt für Veränderung sorgen, denn die neueste Generation an Arbeitnehmern bewegt sich vornehmlich im Internet. Eine Führungskraft, die den digitalen Wandel steuert, bringt hier entsprechend einen Wettbewerbsvorteil, insbesondere wenn es um die Beschaffung neuer Arbeitskräfte geht. Unsere Welt befindet sich stetig im Wandel und nur, wenn man bereit ist diesen Wandel ständig mitzugehen, kann man in dieser auch Bestand halten.

 

Eine Zusammenfassung zum Thema “Brauche ich einen CDO?’:

Was sind die besonderen Herausforderungen eines CDO bei Unternehmen der “old economy”?

Welche Hürden muss ein CDO meistern – insbesondere wenn das Unternehmen aus der “old Economy” stammt? Unternehmen, die wenig bis keine Erfahrung mit den Gegebenheiten der Digitalisierung haben, können mangels Erfahrung keine klaren Wünsche zu den Aufgaben des CDO äußern. Das heißt im Umkehrschluss, dass der CDO zum einen besonders selbständig agieren aber zum anderen stark in Kommunikation mit der Unternehmensleitung und den verschiedenen Bereichen treten muss. Grundlegende Veränderungen werden zudem häufig als bedrohlich empfunden, weshalb ein CDO hier besonders mit Widerständen rechnen muss. 

Fazit

Um die Herausforderungen der schnelllebigen Zeit der Digitalisierung zu meistern, müssen besonders Unternehmen die noch auf alte Konzepte setzen umdenken. Ein CDO kann hier helfen die Umstellungshürden erfolgreich zu nehmen und eine nachhaltige Digitalisierung zu vollziehen. Insbesondere beim Recruiting dieser Experten sind Fokus und Schnelligkeit notwendig.

Wir helfen Ihnen gern bei der Suche Ihres CDO mit unserer Branchenkenntnis!

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